Matrix für Hühnchen

Wow! Was für ein Artikel über „Fleischherstellung“. Auf Wired.co.uk habe ich über Nerdcore von einer Zukunftsvision gelesen, die vielleicht schon bald keine reine Fiktion mehr sein muss. Nicht die technisch, wissenschaftlichen Gründe hindern die Menschen scheinbar an diesen Projekten, sondern zur Zeit hoffentlich noch genügend ethische Gründe.

Es geht um einen Architekturstudenten aus England, André Ford, der sich für den immensen Fleischkonsum und deren Produktion seine Gedanken gemacht hat. Jedes Jahr wachsen in Großbritannien über 800 Millionen „broiler chicken“ auf und werden zur Fleischproduktion geschlachtet. Über einen Zeitraum von 6 bis 7 Wochen wachsen diese Tiere in dunklen Verschlägen auf, ohne natürliche Beleuchtung. Durch das beschleunigte Wachstum können oft die Lungen und die Herzen der Tiere nicht mithalten und es kommt regelmäßig zu Todesfällen. Um eine „humanere“ Fleischproduktion anzustreben macht der Philosoph Paul Thompson den Vorschlag, eine „Blind Chicken Solution“. Dadurch das die Hühner ihr Elend nicht sehen, würde sich die Produktion effektiver gestalten.

André Ford geht noch einen Schritt weiter. Er spricht von „Headless Chicken Solution„. Bei dieser Maßnahme würde den Hühnern ein Teil des cerebralen Nervensystems entfernt werden. Sie würden dann, mehr oder weniger, nichts mehr von ihrer Lage wahrnehmen. Dadurch wäre auch eine „platzsparende“ Haltung möglich. Er spricht von Farmen, in denen bis zu 1.000 Hühner übereinander gehalten werden können.

Ein Netzwerk aus Diagnosegeräten und sorgt dann für eine konstante Fleischqualität. Im Vergleich zu aktuellen Kapazität bei der Ausnutzung von 3,2 Hühnern pro Kubikmeter würde mit der Methode von Ford die Ausnutzung auf 11,7 Hühner pro Kubikmeter steigen. Über ein elektrisches Stimulationssystem würde für genügen Muskelkontraktionen gesorgt werden. Ford behauptet, dass seine Idee zur Steigerung der Lebensqualität der Hühner führen würde.

Strange new World.

Quelle: wired.com

André Ford

p.s. Beim nächsten ChickenMcNugget mal dran denken!

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