Leer bei Nacht

Als meine Frau irgendwann unbedingt eine DSLR wollte, weil die Fotos einfach authentischer aussehen, war die Bereitschaft mit der Kamera zu experimentieren sehr hoch. Das hat irgendwann nachgelassen und der Griff zum „Foto-Koffer“ blieb mehr und mehr aus. Grund dafür war die kleine IXUS und dann blieb auch die zu Hause, als unsere Handys bessere Fotos als die IXUS machten. Natürlich ist ein gutes Foto nicht abhängig von den Megapixeln, aber die Bequemlichkeit siegt und der Kompromiss zwischen Qualität und permanenter Verfügbarkeit wird von unseren „Handyknippsen“ gewonnen.

Egal, das soll jetzt nicht das Thema sein. Ich wollte letztens für die Arbeit ein Nachtfoto mit Langzeitbelichtung machen und das ging natürlich nicht mit dem Handy. Da war ich über die Ausrüstung meiner Frau doch sehr froh. Natürlich war der Akku nicht direkt startklar. Die Compactflash noch kurz „leer“ gemacht und dann ab in die kalte Dunkelheit. Ich hatte zwar kurz bei Google nachgeguckt, welche Blendenwerte und Verschlusszeiten für mein Vorhaben optimal wären, aber vor Ort musste dann doch noch gut selber geregelt werden. Manche Fotos sind dann mit 25 Sekunden belichtet worden. Dabei sind ein paar private Schnappschüsse übrig geblieben, die hier natürlich nicht fehlen dürfen.

Blitzschnell reagiert!

Dank WordPress muss man sich als „Blogger“ nicht ganz so viele Gedanken für die multifunktionale Darstellung der eigenen Webseite machen. Egal ob die Seite mit einem mobilen Endgerät oder über ein Tablet oder einen Rechner angesurft wird, die Seite ist in der Regel optimal präsentiert.

WordPress hat schon ganz früh Möglichkeiten hierfür parat gehabt, bzw. die Möglichkeit geboten mit entsprechenen Plugins dafür Sorge zu tragen. Meine Seite ist kürzlich etwas aufgehübscht worden, ich benutze das aktuelle WordPress Theme „Twenty Seventeen„, das beim aktuellen Majorupdate dabei war. Viel Spaß beim Lesen meines Blogs wünsche ich, egal von welcher Plattform er oder sie kommt.

Eine alte Freundin kehrt Heim.

„Du kannst die Zeit nicht anhalten!“, so hieß es heute von meiner Mutter als Kommentar zu meinem kürzlichen Kauf bei ebay. Wieso? Weil ich mir da einen Amiga 500 ersteigert habe und mich wie ein Kind auf das Paket freue.

Der Amiga war mein erster Computer und noch heute versuche ich mit allen Mitteln das Gefühl von damals nachzuahmen. Oft erfolglos, trotz mitlerweile echt guter Emulationssoftware. Natürlich weiß ich das ich die Zeit nicht anhalten kann, aber warum sollte ich nicht zwischendurch einfach etwas auf die Bremse drücken?

Meine 40 Jahre kann ich nicht mehr mit irgendwelchen Fallschirmsprüngen, Marathonläufen oder Bungeesprüngen kaschieren. Es ist, wie es ist. Ich glaube auch gar nicht, dass der Amiga ein Ausleben einer aufkeimenden midlife-crisis ist. Vielmehr steckt in dem wunderbaren Stück beigen Plastik so viel Computerinnovation, die mir auch heute immer noch in modernen Rechnern entgegen strahlt und zu der eine starke Bindung und viele schöne Erinnerungen bestehen. Meine „Freundin“ von damals war ihrer Zeit so weit voraus, wie kaum ein Rechner danach.

Wie freue ich mich darauf, das „echte“ Monkey Island zu spielen und Guybrusch Threepwood wieder über Mêlée Island zu steuern um endlich ein echter Pirat zu werden. Oder eine kurzweilige Partie Arkanoid; mit einem Porsche an einer Steilhangpiste bei Testdrive Rennen fahren oder einfach pixelige Kunstwerke mit DeLuxe Paint schaffen.
Auch habe ich den Demomaker von Databecker geliebt. Überhaupt waren Demos ein kleines Stück Kulturgut für jeden Amiga User. Ich habe immer noch mehrere Pappordner voll mit Amiga Zeitschriften. Diverse Magazine, von denen ich mich noch nicht trennen konnte.
Jetzt steht bald wieder ein Amiga vor mir und ich darf ihn mein eigen nennen. Vielleicht verhält es sich mit dem Amiga so wie mit dem Gameboy, den ich vor 2 Jahren aus der „Bucht“ gerettet habe. Ich hab ihn wieder losgelassen, weil irgendwann die Erkenntnis kam, dass es zwar ganz schön ist nochmal Tetris und Mario mit der Technik der 80er zu spielen, aber man nur schwer dafür Sorge tragen kann, so viele Technikrelikte am Leben zu erhalten.
Für ausschweifende Spielenächte oder Bastelexzesse am Amiga bleibt auch künftig keine Gelegenheit. Dafür werden meine Mädels schon sorgen. Aber meiner Großen zeigen, welcher Computer dem Papa damals den Kopf verdreht hat, darauf freue ich mich jetzt schon. Das Surren und Rattern des Diskettenlaufwerks wirkt sicher erstmal befremdlich auf sie, das kennt sie nämlich nicht von ihrem Tablet.

Zum Glück gibt es 2 Gameports…

Eins sei noch gesagt. Meine Erfahrungen, Probleme und Lösungen mit dem Commodore Amiga 500 finden natürlich den Weg hier in den Blog. Also brav dran bleiben!