Leer bei Nacht

Als meine Frau irgendwann unbedingt eine DSLR wollte, weil die Fotos einfach authentischer aussehen, war die Bereitschaft mit der Kamera zu experimentieren sehr hoch. Das hat irgendwann nachgelassen und der Griff zum „Foto-Koffer“ blieb mehr und mehr aus. Grund dafür war die kleine IXUS und dann blieb auch die zu Hause, als unsere Handys bessere Fotos als die IXUS machten. Natürlich ist ein gutes Foto nicht abhängig von den Megapixeln, aber die Bequemlichkeit siegt und der Kompromiss zwischen Qualität und permanenter Verfügbarkeit wird von unseren „Handyknippsen“ gewonnen.

Egal, das soll jetzt nicht das Thema sein. Ich wollte letztens für die Arbeit ein Nachtfoto mit Langzeitbelichtung machen und das ging natürlich nicht mit dem Handy. Da war ich über die Ausrüstung meiner Frau doch sehr froh. Natürlich war der Akku nicht direkt startklar. Die Compactflash noch kurz „leer“ gemacht und dann ab in die kalte Dunkelheit. Ich hatte zwar kurz bei Google nachgeguckt, welche Blendenwerte und Verschlusszeiten für mein Vorhaben optimal wären, aber vor Ort musste dann doch noch gut selber geregelt werden. Manche Fotos sind dann mit 25 Sekunden belichtet worden. Dabei sind ein paar private Schnappschüsse übrig geblieben, die hier natürlich nicht fehlen dürfen.

Norddeutsche Bonsaitage in Leer

Vom 20. bis zum 21. Mai finden in Leer die 11. Norddeutschen Bonsaitage statt. Ausstellungsort ist das Schloss Evenburg. Der Bonsai Arbeitskreis Leer hat Mitglieder aus dem Regionalverband Bonsai im Norden dazu eingeladen, an diesen Tagen ihre schönsten Bonsai auszustellen.

Bonsai – Die Kunst des Kleinen

An die 100 Bonsai in verschiedenen Größen und Stilformen sind zu erwarten. Abgerundet werden die Ausstellungstage mit Ikebana-Vorführungen, sowie am Sonntag Vorführungen vom Aikido Verein Leer, die traditionellen Schwertkampf, das Kobudo vorführen. Der Eintritt beträgt 5,- Euro und beinhaltet eine Schlossbesichtigung.

 

312 Tage absitzen…

Pfahlsitzer hinter Gittern Hermann Kümmerlehn hat Erfahrung im Sitzen. Diese Erfahrung und somit ein gewisses Maß an Prominenz erlangte er durch die Pfahlsitzwettbewerbe im Heide Park Soltau.

Meiner Meinung nach präsentierte er dort den Typus „Ostfriese“ mit all‘ seinen Klischees, die es seit den Ostfriesenwitzen in den 80ern gibt und seine mediale Präsenz machte in in gewisser Weise sogar B-prominent.

Auch zu „Schwiegertochter gesucht“ führte ihn seine „butt’e“ Art.

Aktuell führt ihn das aber für 312 Tage hinter Gitter. Ursache dafür sind viele nicht bezahlte Ordnungsgelder, die gegen ihn verhängt wurden. Der Haussegen in seiner Nachbarschaft hängt wohl schon viele Jahre schief, und dieser „Klischee-Ostfriese“hat offensichtlich keine diplomatische Ader. Insgesamt hat „Kümmi“ 567 Tage auf Pfählen gesessen.

Ich bin mir aber sehr sicher, dass diese Tage nicht angerechnet werden.

Ach eins noch, bei der Rechere zu diesem Post kam ich auf die Liste mit Leeraner Persönlichkeiten bei Wikipedia. Da war Herr Kümmerlehn nocht nicht gelistet. Ich hoffe, dass das auch so bleibt.