Archive for 'Ostfriesland'

…wer ist die Schönste?

Endlich kann Lucy mitreden wie es so ist, im Kino einen Film zu gucken. Letzte Woche waren wir mit ihr im neugebauten Emskino in Papenburg. Es gab Popcorn, sie durfte natürlich die Schuhe ausziehen um bequemer zu sitzen und die ganze Zeit sah’ ich ihre strahlenden Augen, die in Richtung der riesigen Leinwand blickten.

Der Film war auch ein Glücksfall. Es gab Spieglein Spieglein. Eine moderne Realverfilmung des Märchens Schneewittchen. Julia Roberts spielt darin die böse Schwiegermutter. Sehr genial übrigens. Es gab viel zu lachen. Für die Kinder, aber auch für uns Eltern. Dabei wurde ich an meinen ersten Kinofilm erinnert. Schneewittchen und die sieben Zwerge – die Zeichentrick, Disney Fassung. Von der Grundschule ging damals dieser Besuch aus und früher als auch heute war der Teppich überall mit Popcorn besäht. Manches ändert sich dann wohl nie.

Spieglein Spieglein (Offizielle Seite)

Spieglein Spieglein (Wiki)

Was ist ein Kluntjeknieper?

Vieles gerät heute schnell in Vergessenheit. Sei es Rezepte, Geschichten oder sonstiges Traditionelles. Durch Zufall bin ich beim Stöbern beim Marken- und Patentamt auf eine bereits erloschene Marke, dem Kluntjeknieper gestoßen. Interessanterweise war auf der Zeichnung noch die alte Postleitzahl für Leer. 2950 reichte damals aus, damit die Post in Leer Ostfriesland landete.

Bei den Postleitzahlen, die mit einer Null endeten, durfte man glaube ich sogar auf die letzte Ziffer verzichten. So reichte nach Emden die Kombination 297 und nach Aurich 296.
Aber ich schweife ab. Es geht ja um den Kluntjeknieper. Eine Zange, die früher sowie heute dazu dient, zu große Kluntjestücke zu zerkleinern. Da waren die Kluntje wohl noch nicht so normgerecht wie heute. Etwas Übung brauchte man mit der Zange. Entweder flog einem beim Zerkleinern der Kluntjebruch um die Ohren, oder man quetschte sich die Hände zwischen den scharfen Klingen der Zange. Den typischen Kluntjeknieper kann ich übrigens permanent besichtigen, bei einer leckeren Tasse Tee bei meiner Oma.

Da werkelt nämlich noch das Original!

Muttertag verkaufsoffen?

Verkaufsoffener Sonntag am Muttertag

Am 13. Mai 2012 ist dieses Jahr Muttertag. Wie jedes Jahr der 2. Sonntag im Mai. Und das bei mindestens 60 weiteren Ländern dieser Erde. Viele andere Länder feiern den Muttertag an etwas anderen Tagen, aber bei allen Ländern gilt wohl eines gemeinsam, einen Tag zu haben, der als Zeichen der Liebe und Verehrung der Mütter dient.

Als kleine Sonderregelung gilt an dem Muttertagssonntag, dass Floristikgeschäfte geöffnet haben dürfen, damit auch der schusseligste Ehemann / Sohnemann noch ein paar Blümchen auf den letzten Drücker bekommt. Natürlich freut sich die Floristikindustrie auf diesen Tag, der neben dem Valentinstag den Hauptumsatz im Jahr bringt.

Umsatz war auch wohl das Stichwort der Werbegemeinschaft in Leer, bei der Planung der verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr. Von überall hörte man jetzt Empörung, weil doch gerade oft die Damen der Schöpfung im Verkauf tätig sind. Und davon natürlich auch viele Mütter.

Ich bin absolut dagegen, dass die verkaufsoffenen Sonntage absichtlich auf solche “Feiertage” gelegt werden, um vielleicht ein zusätzliches Zugpferd zu haben. Das ist vielleicht nötig. Erst vor ein paar Tagen hatten wir in Leer “Mitternachtsshopping” und “Live-Bilder” aus der Fußgängerzone haben mich stark am Erfolg der Werbeveranstaltung zweifeln lassen. Eine neutrale Berichtserstattung über den Erfolg der Werbeaktion sucht man in der Tagespresse vergeblich – niemand beißt wohl die Hand die einen füttert. Schade, das kratzt ganz schön am Image einer unabhängigen und überparteilichen Zeitung. Da ich die Zeitung eh´ nur auf der Arbeit konsumiere und mich nachrichtentechnisch lieber in meinen RSS-Feeds verliere, ist es für mich nicht so tragisch. Als Abonennt hätte ich allerdings starke Zweifel über eine dauerhafte Bindung an solche Medien. Aber ich schweife ab.

Fakt ist, dass die Muttis auf dieser Welt nicht an ihrem Tag arbeiten sollten. Mir hat man als Kind noch beigebracht, der Mama an diesem Tag möglichst alle Arbeit abzunehmen. Zu verwöhnen wo es nur ging. An diesem Muttertag können das die Kinder dann ja nach 18.00 Uhr machen, wenn Mutti nach einem langen Arbeitssonntag nach Hause kommt. Hoffentlich dann noch genauso entspannt wie an einem echten freien Tag.

Natürlich gibt es hier auch noch ein paar Tipps, für die Söhne und Töchter, denen mal wieder nichts einfallen will:

Die Mama einladen. Entweder zu einem nach Hause, oder gemeinsam in ein Restaurant oder Café. Vielleicht irgendwo draußen, bei schönem Wetter. Je nach Entfernung auf jeden Fall nicht vergessen: anrufen, vielleicht eine Postkarte schicken, oder eine “virtuelle” Karte. Vielleicht ein paar Blümchen per Fleurop.

Kaiserwetter auf dem Fehn

Die letzten sonnigen Stunden vom heutigen Tage habe ich einmal für eine “Ortsbegehung” genutzt. Man muss doch wissen, was einen so umgibt. Als Ziel diente mir diesesmal Jheringsfehn. Die 4. größte Ortschaft der Gemeinde Moormerland. Viele Wieken und Kanäle und eine Menge grün. Über Jheringsfehn und seinen Namen hatte ich schon einmal berichtet. Einen kleinen Teil der fotografischen Ausbeute gibt es gleich hier. Viel Spaß.