Archive for 'Ostfriesland'

Immer eine Reise wert…

Spontanentscheidung am Samstagvormittag. “Es geht heute in den Zoo!” – Gesagt, getan. 2 Zoos kamen in Frage und wir haben kurz verglichen. Zur Auswahl standen der Tierpark Thüle sowie der Jadepark. Von Moormerland war das Thema Entfernung ein Unentschieden. Zwar liegen die Zoos in völlig unterschiedlicher Richtung, zeitlich, sowie kilometertechnisch spielte das von uns aus keine Rolle. Preislich waren auch beide Zoos mit einem äußerst selbstbewussten Preisgefühl ausgestattet. Auch da also ein unentschieden. Allerdings waren wir bereits in Thüle, in Varel noch nicht. Die Würfel waren gefallen.

Unsere Kleine brauchten wir nicht lange den Ausflug schmackhaft machen. Die war von Anfang an Feuer und Flamme. Ein paar Besorgungen musste ich vorher noch machen, da konnte es auch schon losgehen. Ich bin ja mehr so der “der Weg ist das Ziel”-Typ, aber viel Weg war leider nicht. In Westerstede von der Autobahn runter, einmal abgebogen und etwas später standen wir auf dem Parkplatz vom Zoo. Optisch ein toller Eindruck. Das Wetter spielte auch mit. Einen Faktor hatten wir leider völlig außer Acht gelassen. Den verpassten Mittagsschlaf unserer Kleinen. Die wurde nämlich schon nach den ersten Gehegen zur wahren Bestie. Das war etwas schade. Da hat man ganze Pakete Ersatzakkus für die Kamera mit, um ja jeden Moment festzuhalten und jeden Säuger ausreichend vor die Linse abzulichten, und durch das Gebrüll des eigenen Raubtieres hat man kaum noch Lust. Aber als Rudelanführer haben wir natürlich gewonnen und konnten noch das Beste rausholen. Natürlich auch für Lucy. Ein paar Eindrücke habe ich mal in der Galerie zusammengestellt.

Über den Wolken

Nachdem ich mir heute erlaubt habe, eine direkte Kabelverbindung zwischen Rechner und Router herzustellen, erlebte ich plötzlich ein ganz anderes Surferlebnis. Wow! Vorbei die Zeit der kurzen Pausen, während das Video in den Speicher gestreamt wurde. Warum nicht gleich so? Um diese Performance richtig zu testen, klapperte ich Youtube, Vimeo und co. ab, landete dann aber bei Google Earth. Da wird ja auch so manches Kilobyte gestreamt. ;-)

Wie immer verlor ich mich in Google Earth und kam vom Hundertstel zum Tausendstel. Ach, wie liebe ich doch diese Art der Zeitvernichtung (A.d.R.: im TV lief GNTM, da ist diese Art der Zeitvernichtung möglich). In einem kurzen klaren Moment fiel mir ein Link ein, der mir schon vor langer Zeit zugeschickt war. Es ging um ein privates Unternehmen, dass Luftbilder jeglicher Art anfertigt. Eher etwas für Kommunen und Städte, kostet ja schließlich alles ein paar Euronen. Aber eine große Auswahl von bereits kartographierten Städten ist bereits online. Ja, was sag’ ich. Noch mehr Potential zur Zeitvernichtung! Vergiss Google Earth, Google Maps oder Bing. Diese Details toppen alles. Aber seht selbst: www.aerowest.de

Ein paar Schnappschüsse von meinem “Flug” über Leer habe ich hier mal online gestellt.

Adieu 2010 – Willkommen 2011

Da ist sie wieder, diese Blogmüdigkeit. Mit letzter Kraft noch ein Gewinnspiel online gestellt, und trotzdem ist irgendwie die Luft raus.

Begonnen hat diese Müdigkeit mit dem drohenden Staatsvertrag zum Schutze der Jugend, der ein grobes Umdenken bei Internetpräsenzen zu Folge gehabt hätte. Da dieses Gesetzt nun wohl doch nicht in Kraft tritt, könnte ich ja wieder beruhigt weiter bloggen. Aber so ist es leider nicht. Viele befreundete Blogger und und abonnierte Lieblingsblogs stellen trotzdem zum Neuen Jahr ihren Betrieb ein.

Zwar werde ich damit noch warten, aber ebenso muss ich auf neue Funken zur Inspiration warten. Auch werde ich mich wieder aus diversen anderen Schreibprojekten zurückziehen. Der sehr innovative LEERBlog, bei dem ich als Gastautor so manchen Artikel geschrieben habe, hat seinen Betrieb auch schon eingestellt. Vom Bürgerportal der Neuen Zeitung ziehe ich mich auch zurück. Einzig mein Mac-Blog, macfriesland.de, und dieser Blog sollen bleiben. Damit hat man als “Nebenbei-Blogger” auch wirklich genug am Hut. Getwittert wird ja weiterhin, macht ja auch riesig Spaß.

Aber damit nähere ich mich den letzten Zeilen für dieses Jahr. Es ist Freitag, der 31. Dezember 2010, 15:42 Uhr MEZ, draußen sorgen schon viele kleine Jungs, denen es wohl verwehrt bleiben wird, im Dunkeln zu “knallern”, für das Silvester-Feeling, und unser Fonduefleisch liegt noch in der Truhe. Es muss also noch viel getan werden. Vielleicht schaue ich noch beim Karbidschießen in Neukamperfehn vorbei…

Einen guten Rutsch ins Neue Jahr und viel Glück, Gesundheit und Freude wünsche ich all’ meinen Lesern, meiner Familie, Freunden und Bekannten. Feiert schön und bis zum nächsten Jahr!

Leer zum mitmachen!

Einfahrt in den Hbf Leer
Von der Konsumgeneration zur Mitmachgeneration könnte dieser Artikel auch heissen. Heute bekommt man seine Zeitung nicht einfach nur nach Hause, heute kann man Dank moderner Kommunikationsmittel in gewisser Weise das Erscheinungbild seiner “Zeitung” mitbestimmen. Natürlich geht es im weitesten Sinne um Nachrichten und deren Verbreitung. Das Web und speziell das Web 2.0 sorgt dafür, dass es immer leichter wird, Informationen zu verbreiten.

Ich blogge ja schon ein paar Jahre und habe mir zwischendurch bestimmt schon öfter etwas gemeinschaftliches für meine Region gewünscht. Nicht selten ertappe ich mich dabei, wie ich bei der Google Suche einen “Alert” auf Stichworte zu Ostfriesland, Stadt Leer oder sonstige Städte um zu einrichte oder bei der Twittersuche die “Peaks” aus der Region lese. Es interessiert mich einfach, was um mich herum passiert. Allerdings in anderer Weise, wie es mir morgens in der Zeitung präsentiert wird. Die überregionalen Nachrichten konsumiere ich lieber bei Spiegel Online oder Stern Online, deren Ticker sehr tagesaktuell sind und deren Nachrichtenaufbereitung bzw. Ergänzung durch Bilder und Videos mir sehr gut gefällt. Ferner interessieren mich keine Glückwunsch, bzw. Todesanzeigen. Bleibt für die Tageszeitung also nur der Lokalteil um den Kauf für mich interessant zu machen. Damit hat die Tageszeitung für mich einen sehr geringen Kosten-Nutzen-Koeffizienten.

Umso glücklicher war ich über die Gründung vom LEERBlog.de, einem regionalen Blog deren Autoren meist selbst Bloggererfahrung haben und auch Spaß haben über ihre Region zu schreiben. Initiator und Gründer ist Dr. Timo Kaan, dem die Idee hierzu beim Twittagessen kam, dass ich vor ein paar Monaten veranstaltet habe. Innerhalb kürzester Zeit tummelten sich auch schon die ersten Artikel und der Blog füllte sich mit Leben. Verbunden mit einen gemeinschaftlichen Twitteraccount kamen so auch bereits viele Kurznachrichten, Bilder und Videos in den “Nachrichtenticker”.

Keine Woche später stampfte eine regionale Wochenzeitung ein “ähnliches Konzept” aus dem Boden. Name: Neue Zeitung zum Mitmachen. Gezielt wurde der Bürger angesprochen und als Bürgerreporter angeworben. Der Wunsch nach Beteiligung zeigte sich schnell. Über 190 aktive Bürgerreporter sind am Projekt bereits beteiligt. Erst habe ich mich etwas gesträubt, weil ich nicht noch ein weiteres Projekt mit meinen Berichten malträtieren wollte. Schließlich tippe ich die ein oder andere Zeile auch noch bei macfriesland.de – dem Blog, in den ich meine Apple-Themen auslagere. Aber ich habe mich hinreißen lassen und muss sagen, dass mir die Tatsache “Bürgerreporter” zu sein, sehr gefällt.

Mir zeigt das ganz klar, dass sich auch die regionale Medienwelt in einem Wandel befindet. Nur der Leser hinkt hinterher. Die Tatsache, dass ich mir meine “Tageszeitung” aus verschiedenen RSS-Feeds zusammenstelle und auf verschiedenen Plattformen fast identisch konsumieren kann, heisst noch lange nicht, dass der Durchschnittsleser so seine Zeitung ließt. Aber der Fortschritt geht Richtung Mainstream. Digitale Kiosksysteme werden gerade etabliert, ob auf dem iPad oder anderen Systemen. Schon letztes Jahr wurden um die Weihnachtszeit von Amazon mehr eBooks als reale Bücher verkauft. Zwar tauchen regelmäßig Stimmen auf, die das Buch für tot erklären, dann aber auch wieder verstummen. Und auch jetzt glaube ich nicht daran, das Buch könnte seinen Platz in der Medienwelt verlieren, es wird immer seinen Stellenwert behalten (bedenkt man, dass in einem Buch “gespeicherte” Informationen wesentlich länger konserviert sind, als auf jedem digitalem Medium).

Foto: Einfahrt in den Hbf Leer von Ossiland bei flickr.com