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Hoffnungsmaschine

Da landet man einmal auf eine Bierlänge bei einem alten Bekannten und schon wurde mir ein neuer Ohrwurm eingepflanzt. Ein Gute Laune Lied mit alter Bekannter

Es geht um die Band erdmöbel, eine Combo aus Köln. Auch die anderen Werke sehr philiosophisch, und auch sehr hörbar. Bin immer froh über frischen Wind in meiner Spotify-Rotation…

Schreib eine Zeile pro Tag in die Hoffnungsautomat-Gebrauchsanweisung

Schwarze Kunst an Bord

Mit den Worten „Gott grüß die Kunst“ bin ich an Deck gegangen und erstmals kamen mir die Worte „Gott grüße sie“ zurückgerufen. Ich war an Bord der Gertrud Oldersum, einem Plattbodenschiff vom Typ Klipperaak. Kapitän ist ein Herr Vöge, der sich auf sein Schiff eine historische Druckerei eingerichtet hat und nun von Hafen zu Hafen fährt um Interessierten einen Einblick in die „Schwarze Kunst“

Das Schöne an dem ganzen Besuch war unter anderem auch, dass meine Tochter mit an Bord ging und der Herr Vöge es super verstanden hat, Lucy und die anderen Kinder an Bord spielerisch über das Druckereihandwerk und auch über die Buchbinderkunst zu informieren. Es hat allen Spaß gemacht. Man hatte nicht den Eindruck, die Kinder müssen den Besuch ihren Eltern zur Liebe aushalten.

Natürlich gab es auch etwas für zu Hause mit. Selbstgedruckt natürlich. Ich freue mich schon, wenn die Gertrud wieder in meiner Nähe zu Anker geht.

Mehr Infos unter gertrudklipperaak.jimdo.com

 

Geh mal nach nebenan und…

…hol‘ mal ein Pfund Butter. So oder so ähnlich wurde ich als Kind das ein oder andere Mal zum Nachbarn geschickt, um fehlende Haushaltsutensilien oder ähnliches zu holen. Unser Nachbar war meine Oma, von daher war das immer ein entspannter Besuch. Heute weiß ich aber auch selbst, wie wichtig eine gute Nachbarschaft ist.

Nicht nur beim Kuchenbacken, wenn einem die Hauptzutat fehlt und sowas natürlich erst am Sonntag auffällt, auch für so viele andere Dinge ist eine nette Nachbarschaft Gold wert. Bei Facebook und Co. merkt man dieses Bedürfnis auch und es sprießen überall regionale Gruppen aus dem Boden, sei es als Tauschbörsen oder zum Anbieten oder Suchen von Dienstleistungen aller Art.

Aber auch über die grenzen von Facebook passiert einiges im Web. Da entsteht gerade eine Plattform namens „nebenan.de„. Ein soziales Netzwerk für Nachbarschaften. Und auch nur für Nachbarschaften. Man wird jetzt nicht mit einer Anfrage nach einem Stück Butter informiert, und dass muss in den 20 km entfernten Nachbarort. Nein, nebenan.de ist eine Community für den Nahbereich. Angemeldete Nutzer werden ihrer Nachbarschaft zugeordnet, können aktive Nachbarn sehen und auf dem Marktplatz ihre Anliegen vorbringen. Ziemlich cool, wie ich finde. Allerdings dauert es hier auf dem Dorf noch etwas länger, denke ich, bis sich meine Nachbarschaft mit Leben füllt. In Ballungszentren geht das sicherlich viel schneller. Aber auch da hilft nebenan.de. Man kann schriftliche Mailings verschicken lassen und so die Nachbarschaft auf das neue Angebot im Web hinweisen. Bin mal gespannt wie sich die Sache entwickelt.

Twitter Timeline wieder chronologisch

Twitter, mein Social-Dingens No. 1, hatte vor einiger Zeit meine Timeline und auch die aller anderen User umgestellt. Die chronologische Sortierung, die Twitter eigentlich auch ausmacht, wurde durch einen „Algorithmus“ ersetzt und mehr relevantere Tweets kamen so prominenter nach oben… Kann man mögen, kennt man von Facebook, ich fands doof.

Als mobile App habe ich erst vor kurzem auf Tweetbot umgestellt, 5 Euronen die sich wirklich lohnen. Großer Vorteil war bei der App die weiterhin chronologisch erscheinen Timeline. Jetzt lese ich grad durch Zufall einen Artikel über die Vor- und Nachteile von Twitter und komme von A über B nach C und lande auf einer Anleitung, wie diese Umstellung ganz einfach rückgängig zu machen ist.

Einfach im Web einloggen und beim Profil auf Einstellungen gehen. Bei Account steht etwas versteckt unten dann das Kontrollkästchen. Einfach deaktivieren und die chronologische Timeline ist wieder aktiv!

Willkommen 1984

Grundsätzlich war und bin ich immer ein „Fan“ vom technischen Fortschritt gewesen. Ich fand es immer klasse, wozu die Technik jetzt gerade in der Lage ist. Egal ob es um die ersten Computer, die „smarten Phones“ oder die Integration von Hightech im normalen zu Hause geht. So klasse, dass ich fast automatisch die Technik gegenüber Kritikern verteidigt habe.

Natürlich kann Google meine Mails mitlesen, aber Gmail ist so hübsch komfortabel und einfach. Natürlich macht mein Handy ein Verlaufs- und Bewegungsprotokoll, aber jederzeit online, wer will darauf noch verzichten? Natürlich könnte mein Echo Dot in der Küche permanent mithören und mir individualisierte Werbung zukommen lassen, aber das macht sie ja nicht, oder?

Die Smarthome Offensive der Technikhersteller läuft gerade erst an. Die Hardware erscheint so günstig, das man förmlich zugreifen muss. Das der Preis der Hardware nur der Einstiegspreis in das jeweilige Herstelleruniversum ist, übersieht man leicht. Für Echo braucht es im Idealfall einen Amazon Prime Account, damit alles prima funzt. Für ein iPhone natürlich eine Apple-ID, usw. Aber selbst mit diesen unterschwelligen Abos kann ich getrost leben. Da allerdings an immer mehr Orten „smarte“ Technik auftaucht und auch vernetzt arbeitet, kommt man schon mal ins grübeln. Es geht um das Thema der totalen Überwachung. Ich kenne die Dystopien aus verschiedenen Science Fiction Filmen, aber auch aus Klassikern wie zum Beispiel 1984. Da überwacht ein totalitärer Staat seine Bürger. Unter anderem mit einem sogenannten Televisor oder auch Telescreen. Der Bürger konsumiert Bilder und Filme, aber „Bigbrother“ kann eben auch in die Zimmer der Bürger sehen.

Weswegen ich soweit aushole? Amazon haut für einen Knallerpreis das neue Echo-System Echo Spot auf den Markt. Eine kleine Halbkugel mit Alexa-Funktionalität und Display. Natürlich nicht nur Display sondern auch kleine Cam. Somit steht Videotelefonie als Standard im Haushalt nichts mehr im Weg. Was hat man sich in den 80ern zu BTX Zeiten noch den Kopf zermartert, ob Videotelefonie möglich wäre. Zu ISDN Zeiten hat man dann gewagt, passende Endgeräte zu immensen Preisen herauszubringen. Natürlich auch nur zu immensen Gebühren. Wie cool wäre es zukünftig, dass Videotelefonie überall möglich ist. Das Ende vom Festnetz in der heutigen Form. Auf dem Smartphone über Skype oder Facetime geht es ja auch schon länger… Ach, ich schweife ab. Die Echobox wird in naher Zukunft auch mein Zuhause abhören, soviel steht mal fest. Aber zwischendurch ein paar Gedanken machen, wo die Daten landen und wer diese so mitliest wird man ja noch dürfen, oder?

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei.

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