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Willkommen 1984

Grundsätzlich war und bin ich immer ein „Fan“ vom technischen Fortschritt gewesen. Ich fand es immer klasse, wozu die Technik jetzt gerade in der Lage ist. Egal ob es um die ersten Computer, die „smarten Phones“ oder die Integration von Hightech im normalen zu Hause geht. So klasse, dass ich fast automatisch die Technik gegenüber Kritikern verteidigt habe.

Natürlich kann Google meine Mails mitlesen, aber Gmail ist so hübsch komfortabel und einfach. Natürlich macht mein Handy ein Verlaufs- und Bewegungsprotokoll, aber jederzeit online, wer will darauf noch verzichten? Natürlich könnte mein Echo Dot in der Küche permanent mithören und mir individualisierte Werbung zukommen lassen, aber das macht sie ja nicht, oder?

Die Smarthome Offensive der Technikhersteller läuft gerade erst an. Die Hardware erscheint so günstig, das man förmlich zugreifen muss. Das der Preis der Hardware nur der Einstiegspreis in das jeweilige Herstelleruniversum ist, übersieht man leicht. Für Echo braucht es im Idealfall einen Amazon Prime Account, damit alles prima funzt. Für ein iPhone natürlich eine Apple-ID, usw. Aber selbst mit diesen unterschwelligen Abos kann ich getrost leben. Da allerdings an immer mehr Orten „smarte“ Technik auftaucht und auch vernetzt arbeitet, kommt man schon mal ins grübeln. Es geht um das Thema der totalen Überwachung. Ich kenne die Dystopien aus verschiedenen Science Fiction Filmen, aber auch aus Klassikern wie zum Beispiel 1984. Da überwacht ein totalitärer Staat seine Bürger. Unter anderem mit einem sogenannten Televisor oder auch Telescreen. Der Bürger konsumiert Bilder und Filme, aber „Bigbrother“ kann eben auch in die Zimmer der Bürger sehen.

Weswegen ich soweit aushole? Amazon haut für einen Knallerpreis das neue Echo-System Echo Spot auf den Markt. Eine kleine Halbkugel mit Alexa-Funktionalität und Display. Natürlich nicht nur Display sondern auch kleine Cam. Somit steht Videotelefonie als Standard im Haushalt nichts mehr im Weg. Was hat man sich in den 80ern zu BTX Zeiten noch den Kopf zermartert, ob Videotelefonie möglich wäre. Zu ISDN Zeiten hat man dann gewagt, passende Endgeräte zu immensen Preisen herauszubringen. Natürlich auch nur zu immensen Gebühren. Wie cool wäre es zukünftig, dass Videotelefonie überall möglich ist. Das Ende vom Festnetz in der heutigen Form. Auf dem Smartphone über Skype oder Facetime geht es ja auch schon länger… Ach, ich schweife ab. Die Echobox wird in naher Zukunft auch mein Zuhause abhören, soviel steht mal fest. Aber zwischendurch ein paar Gedanken machen, wo die Daten landen und wer diese so mitliest wird man ja noch dürfen, oder?

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei.

Gesamter Text bei Wikipedia

 

Twitter und ich…

Ich fand Twitter immer schon etwas cooler als andere Social-Dienste. Wobei, als ich bei Twitter anfing (Mai 2009) gab es von diesen Diensten noch überschaubar wenige. Erst war es etwas suspekt, gerade als Blogger mit Hang zum Vielschreiben, meinen Senf in nur 140 Zeichen mitzuteilen. Dazu kam dann noch Probleme wie lange URLs, die allein schon die Zeichen benötigten… URL Shortener gab es auch erst etwas später.

Andere Bekannte schlossen sich Facebook als Netzwerk an. Allerdings ist Facebook für mich heute, als auch damals, mehr ein umfangreiches Freundenetzwerk. Twitter ist da für mich wesentlich authentischer. Es sind keine Freunde sondern Follower, und dieser gewisse Abstand macht es so attraktiv. Wie stolz war ich auf meine ersten 100 Follower… wie traurig, als ich gemerkt habe dass davon auch wieder welche verschwinden können.

Irgendwann war es zwischen Twitter und mir allerdings ruhig geworden. Trotz Apps und Einbindung in sämtliche andere Netzwerke war mein Feed verstummt. Hin und wieder scrollte ich mal die Timeline durch, in der Hoffnung ein lustiges Video zu finden, aber der Reiz war als Konsument sowie als Produzent verpufft. Später hab ich dann Automatisierungsdienste wie IFTTT dazu veranlasst über Wetter zu tweeten oder Neujahrsbotschaften in meinem Namen zu senden. Wie armseelig… Heute ist das wieder anders. Meine Lust zu twittern ist seit ein paar Monaten neu entfacht und ich versuche auch am sprichwörtlichen Ball zu bleiben. Es hat sich ja schließlich auch bei Twitter einiges getan. Es hat aber schon lange keinen Failwhale mehr gegeben…

 

Hier der erste Tweet ever:

Und hier mein erster Tweet:

 

Hier übrigens eine tolle Anleitung wie man seinen ersten Tweet findet. Danke an superboelt

Chéz Egon – unter neuer Leitung

Den kleinen „Tante Emma“ Laden in der Rudolfswieke kannte ich schon lange bevor ich selbst in Jheringsfehn gewohnt habe. Richtig schätzen gelernt habe ich die wenigen Quadratmeter „Vollsortiment-Einkaufsparadies“ aber erst ab dem Moment als wir hier nach Jheringsfehn gezogen sind.

Die gesamte Bandbreite aus dem Einzelhandel und darüber hinaus noch vieles mehr. So muss man sich Jelkens-Minishop vorstellen. Die ersten Wochen als „Fehntjer“ bin ich immer wieder zu Egon um Brötchen zu holen. Man muss sich ja auch kennenlernen. Die Tatsache einfach kurz um die Ecke zu fahren und einzukaufen war ein schönes Gefühl.

Auch die Feuerwehr Jheringsfehn hat von dem „Service“ durch Egon und Helga profitiert. Welche Feuerwehr kann denn schon behaupten, dass nachts um 3 während eines Einsatzes ein paar Häuser weiter der Ofen angeschmissen wird um frische Brötchen zu zaubern, die dann als Belegte Brötchen zur Verstärkung für die Einsatzkräfte gebracht werden können (Link auf Bericht).

Ab diesem Jahr hat das Ehepaar Jelken die Geschäftsführung an ihre Nachfolger übergeben. Alles soll so bleiben wie es ist, oder besser. So hieß es. Und so ist es auch wohl. Das Ehepaar Knop gibt sich in allen Belangen viel Mühe und feilt noch etwas weiter am Diamanten.

Link zu Jelkens Minishop

Link bei Facebook

Statistik und Instagram

Instagram hat sich klammheimlich zum „hotshit“ unter den Social Networks gemausert. Sogar Angriffe von Snapshat hat der Dienst schadlos überstanden, sogar nachgeliefert wurde in der App. Keiner muss sich über Fotos ohne süße Hundeohren beschweren. Will man aber etwas mehr über seinen eigenen Account wissen, erfährt man schnell, dass nur ein Buisiness Account dieses Wissen frei gibt.

Vor ein paar Jahren hat der Dienst statigram noch die Dinge übernommen, die mich so interessierten. Fotos mit den meisten Likes oder mit den meisten Kommentaren. Meist verwendete #hashtags. Beliebtester Filter bei den Bildern.

Leider gibt es das in der Form nicht mehr oder ist kostenpflichtig geworden. Ein Dienst ist allerdings hinzugekommen. Und zwar der deutsche Dienst squarelovin. Da gibt es nichts zu meckern und die umfangreiche Statistik erfüllt auch Businesswünsche.

Gefunden auf koeln-format.de

Echt jetzt? Neun Jahre?

So lange ist es nun schon her, dass in Oldenburg ein Computermuseum eröffnet hat. Und was für eins!

Nämlich ein „Hands-On“ Museum. Alle Exponate stehen betriebsbereit am Schreibtisch und warten darauf „bedaddelt“ zu werden. In etwa so, als wenn man das Naturkundemuseum Berlin besucht und eine Runde auf dem T-Rex reiten darf.

Das schöne für mich hierbei ist die lange Bindung an das OCM und die netten Kontakte die durch diese Bindung entstanden sind. Angefangen mit einem leckeren Grillnachmittag bei Thiemo und Silva direkt im Innenhof des ehemaligen Standortes beim Waffenplatz. Herrlich dieser Besuch! Ein Bier, eine Bratwurst und eine Runde Giana Sisters auf einem A500.

Ein weiterer „Meilenstein“ war dann, als ich für die Apple Dauerausstellung mehrere Exponate zur Verfügung stellen konnte und mit der Mac User Gruppe Ostfriesland zur Eröffnung da war (Bericht auf macfriesland.de). Dann kam irgendwann der Umzug und ich hab es leider zu oft nicht geschafft, einfach mal rumzukommen um zu sehen wie toll das OCM geworden ist.

Naja, es hat etwas gedauert. Aber als ich dann das erste Mal die großzügigen Räume vom OCM im ehemaligen Postgebäude beim Bahnhof betrat, war ich völlig „geflashed“ (Hoffentlich unterstützt ihr Browser Flash). Alles passte, die Schreibtische individuell für das Museum angepasst, bequeme Stühle zum ranstellen, wenn es beim Zocken mal wieder länger dauert und das bequeme Flair von Muttis Wohnzimmer aus den 70ern, das einen einlädt in alten Neckermann oder Quelle Katalogen zu stöbern. Einfach herrlich und nicht zu toppen!

Wirklich nicht? Oh doch! Das OCM hat kurze Zeit später noch einen drauf gesetzt und einen nicht gerade kleinen Teil der Fläche in eine ausgewachsene Arcade-Halle verwandelt. Und auch hier das Motto: „hands-on“! Ich konnte zwischenzeitlich meine Tochter vom Reiz der Geräte überzeugen und war schon mehrfach mit Ihr vor Ort. Sei es ein Arcade-Abend an dem sie mit Vorliebe Oldschool Flipperautomaten bediente oder Themenabende an denen wir verkleidet als blutrünstige Piraten aufgetaucht sind um alles über Monkey Island zu erfahren.

#monkeyisland #event im #oldenburgercomputermuseum

Ein Beitrag geteilt von Oliver Gerken (@gerkeno) am


Seit dem letzten Event hab ich mich dann auch hinreissen lassen, Mitglied im „Oldenburger Computer-Museum e.V.“ zu werden.

Die Entfernung und meine anderen 2 Kinder hindern ein wenig daran, dass ich zu jedem Öffnungstag da bin, aber umso mehr freue ich mich auf die Termine die für mich zur Pflicht geworden sind. So wie jetzt zum Ende November das Jubiläum. Natürlich darf die Große mit und natürlich wird gedaddelt, geflippert, getalk’ed…

Wer wissen will, warum ich so ins schwärmen komme, bei diesem Termin, sollte sich am besten selbst davon überzeugen. Am 25. November ab 19.00 Uhr in Oldenburg. Bis dahin!

Links: Oldenburger Computer Museum | Mac User Gruppe Ostfriesland