Kinnertön is klor

Auch wenn ich entgegen der Tradition die Sinbohntjesopp erst nach der Geburt von Zoé aufgesetzt habe, ist jetzt die Bowle endlich fertig. Um auch alles richtig zu machen, hatte ich nach “Kinnertön” gegoogled, aber leider nicht so viele eindeutige Rezepte gefunden. Auf der Flasche mit dem Branntwein bin ich schließlich fündig geworden.

Und weil der Kinnertön doch so lecker ist, dachte ich, ich stelle das Rezept auch hier mal online:

Zutaten:

  • 250 gr. ungeschwefelte Rosinen
  • ca. 50 gr. Kluntje
  • 1 Flasche (0,7 l) Wolff‘s Ostfreeske Brannwien
  • Rum oder Arrac

Zubereitung:

Rosinen waschen und abtrocknen. In ein Gefäß geben, Kluntje darüber, mit Ostfreeske Brannwien auffüllen, einen Schuß Rum oder Arrac dazu.

Wer also demnächst zur “Puppvisiet” vorbei kommt, bekommt etwas hochprozentiges gereicht.

Dronen für jedermann!

Und bald auch für mich, hoffe ich. Vor ein paar Jahren meinte ich, einen Modellhubschrauber besitzen zu müssen. Da ich mich aber vorher informiert hatte, und das ganze mit sehr viel Aufwand verbunden schien, stellte ich das Bedürfnis nach hinten. Etwas später wurden die so genannten Quadrocopter populärer. Da schien der Anspruch an den Piloten schon wesentlich geringer. Als dann von Parrot die erste Fassung der AR-Drone raus kam, wusste ich sofort, was in meiner Gerätesammlung fehlt. Aber der Preis von ungefähr 300 Euro hat mich abgehalten. Kürzlich kam eine neue Fassung der AR-Drone und automatisch rutschte das Gerät auf Platz 1 meiner Wunschliste (Platz 2 ist übrigens die Pebble!).

Eine gute Alternative bis dahin ist vielleicht das PowerUp Paket von Shai Goitein. Mal sehen, wozu mein iOS Gerätepark demnächst sinnvoll eingesetzt wird. Ich tippe eher auf Videoüberwachung fürs Babyzimmer!

Appetitlos in Moormerland

Grillteller to go in Moormerland
Grillteller to go in Moormerland

Mein letzter Artikel beschreibt das Schlemmerparadies Ostfriesland und nun muss gleich der nächste Artikel Gegenteiliges behaupten. Um mein “Schlemmerdilemma” kurz zu beschreiben, muss ich allerdings etwas ausholen.

Meine Frau und ich hatten Samstag “kindfrei” und wollten vom Einkaufen etwas vom hiesigen Steakhaus / Jugoslawen mitbringen. Das bot sich an, weil erfahrungsgemäß das Essen nach einer telefonischen Bestellung immer innerhalb 15 Minuten fertig ist. So auch an diesem Samstag. Wir nutzen die Zeit für einen kurzen Einkauf, da das Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe war, um dann unsere Bestellung abzuholen. Zwei Grillteller warteten bereits auf uns.

Eilig sind wir mit der “Beute” nach Hause gefahren. Papa hatte schließlich Hunger. Getränke standen parat, die persönliche Steaksauce zierte bereits den Tisch und ich fing damit an, die knisternde Plastiktüte auszupacken. Natürlich war mit bewusst, das nun ein anderes Bild folgte wie etwa im Restaurant. Aber was mein “Thermoteller” da preisgab, verdrehte nicht nur mir den Magen, sondern zum Glück auch meiner Frau. Wir guckten uns an und wussten, dass wir dieses Arangement nicht verzehren werden, sei es wegen dem Ölbad, dass alle Zutaten in der Schale genossen oder der geringen Menge Fleisch und dem noch geringer dosiertem Djuvec Reis. Insgesamt kein schöner Anblick.

Frauchen packte schon mal die Pakete zusammen und ich wollte meine Reklamation gern vorab ankündigen. Am Telefon ging es allerdings nicht weniger chaotisch zu, wie auch im Laden. Der Hörer wurde mehrfach weitergereicht. Ich hörte zwischendurch immer wieder ein Piepen wie von einem Faxgerät, bis ich irgendwann den Chef höchstpersönlich dran hatte. Leider konnte der am wenigsten meine Sprache, so daß ich auflegte und direkt los fuhr.

Wir hatten das Essen neu kommissioniert. Diesmal war das Paket gut verschnürrt. Beim Betreten konnten die vielen Kellnerinnen gleich meinen Auftrag erkennen und der Chefkellner trat mir entgegen. Kurzerhand wurde ich meines Paketes entledigt und die Damen schwirrten damit in die Küche. Freundlich wurde ich auf einen Platz am Tresen zitiert mit der Bitte noch etwas Geduld zu haben. Ich war etwas erstaunt und gab deutlich zu verstehen, dass es nicht viel Zeit bräuchte, um mir mein Geld zurück zu geben. “Wie? Sie wollen kein neues Essen?” Ich ließ das einfach unkommentiert und baute mich vorm Tresen auf. Dann war der Chefkellner wieder im dampfenden Hinterraum verschwunden. Der panische Blick der Tresenfachkraft und das Restaurant voller Gäste war nun das Einzige was mir blieb.

Dann kam Grand-Cheffe selbst. Mit Kochmütze, Kochschürze und einem erzürnten Blick. Er fragte was mit den Grilltellern nicht in Ordnung sei. Als ich anfing meine Liste vorzutragen, wurde er dann auch etwas patzig. Sein Lakai kramte schon in der Kasse und ich bekam mein Rückgeld. Deutlich wurde noch betont, mit meinem geringen Qualitätsempfinden könne ich dann besser zu einem Imbiss gehen und ich bräuchte auch nicht noch einmal in sein Restaurant kommen. Ich bedankte mich, ging und nahm den Tipp mit dem Imbiss an. Für die Hälfte des Geldes hatte ich ein tolles Essen für weniger Geld, weniger Frust und auf jeden Fall keine Magenverstimmung. Für mich ist es aber eine Ehrensache, den Namen dieses Restaurant hier nicht zu erwähnen. Wer allerdings eine Möglichkeit sucht, zu Hause nicht weiterhin solche “mobilen Sparversionen” fürs gleiche Geld genießen zu müssen oder einen Weg sucht, mit weniger Magentabletten durchs Leben zu kommen, dem kann ich gerne per Mail einen Tipp geben.