Glasklare Nächte und eisiger Frost. Dazu regelmäßig mehr Schnee, als wir uns wünschen – zumindest als Erwachsene. Als Kinder hätten wir jetzt schon mehrfach schulfrei gehabt und wären mit triefender Nase und „verklömten“ Fingern nach einem langen Tag von der Eisbahn nach Hause gekommen. Bleibt nur zu hoffen, dass meine Kinder das ähnlich erleben.
Meine sind eher so hybrid. Halb Sofa-, halb Draußen-Kinder. Das ist ja immer noch besser, als zu 100 % Sofa.
Zwischendurch geht es auch mal zum Geocaching oder in den Wald. Also: „Draußen“ ist nicht ganz unbekannt. Es ist aber noch immer deutlich Luft nach oben. Ich kann auf jeden Fall unterschreiben: Hätte ich die Medienauswahl als Kind oder Jugendlicher gehabt, wäre ich nie oder kaum nach draußen gekommen. Erst recht, weil mich Technik schon immer fasziniert hat.
Jetzt zähle ich zu den nervigen Eltern. Zu den alten Säcken. Und hoffe, meinen Draht nicht zu verlieren. Dranzubleiben – beim Verständnis für Technik und ihre Entwicklungen, aber auch beim Verständnis dafür, was in so einem Kinderkopf vor sich geht. Letzteres ist wohl die deutlich schwierigere Disziplin – aber nicht unmöglich. Jede Generation hat dieses Problem, und in jeder werden diese Dinge immer etwas anders, etwas neuer oder moderner gelöst. Und trotzdem bleibt eine gewisse Differenz. Vielleicht wird diese von mal zu mal etwas kleiner, aber ganz wird man sich sicher nicht annähern.
Wenn es im Bürotalk um die verschiedenen Generationen geht und deren jeweiligen Macken, und die Klischees dazu, muss ich immer erst kurz überlegen zu welcher ich gehöre. Laut Definition bin ich Gen X, also jemand im Geburtsjahrgang von 1965 bis 1980. Aber ich verkaufe mich dann auch gerne als Boomer. Weil alleine der „Talk“ mit jemand aus der Gen Z oder Gen Alpha sich anfühlt als wäre man aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts. Sicher hat es das auch schon immer gegeben, mich würde es aber interessieren, ob es sich für die „Alten“ damals auch so angefühlt hat.
In diesem Sinne genieße ich diesen Winter noch etwas und versuche noch möglichst viel meiner Weisheit an die Jungen weiter zu geben. Auch wenn die diese gar nicht hören wollen! Is so, Digga!


