Schlagwort: Nostalgie (Seite 2 von 3)

Gadget des Jahres (…a long time ago)

Mobile Navigation schon um die JahrtausendwendeWer hätte das gedacht, das gute alte GPS ist doch wohl etwas älter als man bislang annahm. Nach diesem Internetfundstück (siehe Bild) begann die mobile Navigation nicht erst Ende der 80er Jahre, sondern schon viel früher.

Zwar war dieses „Navi“ deutlich kleiner als heutige Modelle, auf eine Stauwarnung wartete man allerdings vergebens. Zum Glück gab es in dem Kartengebiet eher selten Staus.

Gefunden bei Strange Maps.

Start am Wochenende – Ostfrieslandschau

Am Sonntag, dem 28. September beginnt Ostfrieslands größte Handelsmesse. Die Ostfrieslandschau 2008. Auf der Nessehalbinsel werden wieder hunderte von Ausstellern ihr Bestes präsentieren. Bis zum 04. Oktober wird die Messe jeden Tag ihre Türen von 10.00 bis 18.00 Uhr öffnen.

In der Zeit heißt es Kulis, Kuchen und KGeschenke. Wer den Messebesuch mit einem Spaziergang über den Gallimarkt verbinden will, der wird leider enttäuscht. „Radeau, radeau, raditjes doe,“ wird man nämlich erst ab dem 08. Oktober hören können. Trotzdem viel Spaß in Leer!

p.s. Die Präsenz der Frau mit der Teekanne wird in den letzten Jahren immer weniger. Ich hoffe persönlich, das sie nicht eines Tages von den Messeplakaten verschwindet!

Nicht viel Neues auf dem Gallimarkt 2008

Der diesjährige Jubiläums-Gallimarkt soll etwas besonderes werden. Das merkt man sogar als Otto-Normal-Bürger an allen Ecken und Kanten in Leer. Wer genau wissen will, welche Fahrgeschäfte auf dem Markt zu finden sind, bekommt hier mal eine kleine Liste:

  • X – Factor, Deinert, Unna
  • Music Station, Fa. von Halle, Großefehn
  • Raupenbahn, Fa. Steiger-Buchholz, Oberhausen
  • Toboggan, Fischer, Duisburg
  • Sky Dance, Fa. Nülken, Hamburg
  • Musik-Express, Meinecke, Oldenburg
  • Xenox, Mondorf, Oldenburg
  • Hollywood Lift / Allround, Langenscheidt, Leer
  • Das Omen, Hempen, Oldenburg
  • Take off, Langenscheidt, Aurich
  • Break Dancer, Dreher-Vespermann, Bremen
  • Around the World, Cornelius, Wallenhorst.
  • Family Star – Alberts , Neukamperfehn
  • Commander – Hanstein , Bremen

(Quelle: Stadt Leer – Stand Juni/September 2008)

Aus meiner Sicht ist da nicht viel Neues zu finden. Natürlich werde ich als Leeraner sowieso auf den Gallimarkt gehen. Da die Planer ja wieder den Platz um die Blinke und beim Rathaus bevorzugten, und nicht wie angedacht in der Nähe der Fetenscheune (bessere Anfahrt, größerer Platz) werden die richtig großen Fahrgeschäfte wohl weiterhin vom Gallimarkt fernbleiben.

Von heut' auf morgen – OZ hat neues Gesicht.

Neues Logo der Ostfriesen-Zeitung

Mit der Samstagsausgabe der Ostfriesen-Zeitung wurde kurzerhand eine Reform der regionalen Morgenzeitung durchgeführt. Das ehrwürdige Logo bekam eine Grunderneuerung. In einer Zeit, in der die hippen Designagenturen in Berlin und Hamburg bücherweise über die aktuelle Verwendung von Frakturschriften schreiben, jeder zweite Discoflyer irgendwo eine Walbaum oder Textura verwendet, wird hier auf dem Land die Fraktur verbannt und ein langweiliger Grotesk-Schriftzug weißt uns den Weg in eine moderne Zeitungswelt.

Vielleicht ist der Druck auf die traditionelle Tageszeitung durch immer mehr Wochenblätter in der Region größer geworden, ihr Erscheinungsbild den Lesegewohnheiten der Abonennten anzupassen. Fragt sich wie die Änderung ankommt. Aber hier in Leer – Ostfriesland frage ich mich eher, ob der normale Leser überhaupt eine Änderung wahrnimmt.

Natürlich ist gerade bei so einem lokalem Thema die Meinung aus der Region gefragt. Einfach auf Kommentar klicken und Meinung loswerden!

Link: Fraktur mon Amour (Buch über Frakturschriften)
Link: Fraktur (Definition bei Wikipedia)

Quadratisch. Praktisch. Aber warum Ritter?

Ritter Sport…und warum Sport. Ein Abend vor dem Fernseher brachte mich und meine Verlobte auf die Frage: Warum heißt die Schokolade Ritter Sport eigentlich Ritter Sport? Wir gingen von Ursprüngen im Mittelalter aus (wg. Ritter – iss ja klar), aber es passte der sportliche Aspekt überhaupt nicht zum Rittertum. Jetzt hab ich einfach mal nachgewikied (ich glaube im Zuge der allgemeinen Bereicherungsgeilheit an Nutzungsrechten lasse ich mir den Begriff schützen…) und kam zu einem unerwartetem Ergebniss: Ritter ist der Familienname des Firmengründers, Alfred Ritter. Er und seine Frau Clara (geb. Göttle) gründeten 1912 die Firma Alfred Ritter GmbH & Co. KG.

Die Idee der quadratischen Tafel kam allerdings von seiner Frau. Viele Sportbegeisterte deckten sich auf dem Weg zum Sportplatz beim Vorbeigehen an der Fabrik mit Schokolade ein. Clara wollte gerne eine Tafel, die in einem Sportjacket nicht knickte und erfand die quadratische Tafel. Zuerst hieß die Tafel „Sport Schokolade“, später dann „Ritter Sport Schokolade„. Die Feinheiten kamen in den Jahren hinzu. Zum Beispiel das patentierte Knick-Öffnungssystem der Tafel. Weiß ich auch wieder mehr, schön!

Zwar ist diese Geschichte nicht so Disneylike wie die von Willi Wonka, aber mit den Ritter´s geht es bestimmt noch lange aufwärts. Toi, toi, toi…

Computergeschichte – Animationsfilm

Lotus 1–2–3 Nostalgie TabellenkalkulationDas Teaserfilmchen von brachte mich dazu, an alte Zeiten zu denken. „Damals“ war man mit einem heimischen PC gerade so in der Lage, neben Lotus 1-2-3 und Word, kleine 2-dimensionale Zeichnungen mit den ersten CAD-Programmen anzufertigen. Mit zunehmender Rechnerleistung (Quantensprung von 80286 – 16bit auf 80386 – 32 bit Prozessoren) war es dann auch möglich, am heimischen Schreibtisch komplexere 3-dimensionale Werke zu entwerfen. Es waren bis dahin zwar immer nur diese berühmten Drahtgittermodelle, aber als die Leistung sich dann immer mehr steigerte war dann auch das sogenannte „Rendering“ möglich. Dabei wird das Drahtgittermodell mit einer Textur überzogen und Licht- und Schattenwurf für das Bild berechnet. (Man beachte: Bei den 80286 Prozessoren musste man den mathematischen Co-Prozessor für die Unterstützung des Hauptprozessors noch für viel Geld dazukaufen.) Wie jeder weiß, ist die Entwicklung da nicht stehengeblieben und wir sehen heute jeden Tag irgendwo Computeranimationen. Bewusst oder unbewusst. In Film, Fernsehen oder sogar der Werbung. Es ist heute auch nicht mehr so aufwendig und teuer solche Animationen zu erstellen. Zwar kostet es immer noch viel Rechnerzeit, aber man muss sich nicht mehr selbst die teuren Superrechner anschaffen. So genannte „Render-Farmen“ sorgen dafür, das der eigene PC nur zum zeichnen und entwerfen eingesetzt werden muss und nicht zum stumpfen „Bild-fürBild-rechnen“. Aber der Kult-Film von damals mit der Schreibtischlampe ist trotzdem richtig cool.

Radeau, radeau, raditjes doe. . .

Gallimarkt Herolde (ⅴ.l.n.r.) Helebardenträger Hans-Arno Loerts, Ausrufer Bodo Wolters, Trommler Franz Krämer. (Foto: Hermannda Wolters)Weil ich gestern über das neue Logo vom Gallimarkt geschrieben hatte, kam ich so ein wenig ins schwärmen… Es ist noch gar nicht so lange her, da hörte ich zum ersten Mal unter der Rathaustreppe Rede des Bürgermeisters zur Gallimarktseröffnung. Und natürlich wie jedes Jahr, kamen sie dann aus den Gassen, die Herolde. Sie sprachen die Worte, auf die man als Jahrmarkts-Fan schon wartet:

Radeau, radeau, raditjes doe,
de Stadt, de hört de König toe,
radeau, radeau raditjes dum!
De Börgmester led vebeden,
dat nüms mag kopen of verkopen
bevör de Klock negen sleit,
bi Verlüß van Goderen
un all wat over tein Pund weggt,
is na de Waage to brengen,
un darnaa fiv Dag free Markt!

Ich finde, die kultigen Herolde mit dieser Ansprache machen dann auch das seltsame Plattdeutsch vom Bürgermeister erträglich!

500. Gallimarkt 2008 – Logodesign passend?

Gallimarkt 2008 – Neues Logo500 Jahre Gallimarkt. Die Stadt Leer, Ausrichter des Gallimarktes, hat sich für dieses besondere Jubiläum ein neues Logo spendiert. Mit Grund für ein neues Logo sind auch die zusätzlich stattfindenen Veranstaltungen, die von einem einheitlichen Logo getragen werden sollen. Unterstützend wirkte bei der Entwicklung des neuen Logos die Firma Bünting, die der Agentur stockwerk2 letztilch mit dem Design beauftragte. Zum Logo teilt die Stadt Leer auf ihrer Seite folgende Erklärungen mit:

Das entwickelte Logo ist unverwechselbar, stilbildend und einzigartig für diese Jubiläumsveranstaltungsreihe. Es hat Signalcharakter und setzt durch das Zusammenspiel von Form, Farbe und Gestaltung Assoziationen, die mit diesem Jubiläum in Verbindung gesetzt werden und vielseitig interpretierbar sind:

Der historische Aspekt findet sich im Schriftzug, wesentliche Identifikationsmerkmale der Stadt zeigt die Wahl der Farben: So steht die Farbe Blau für die Bedeutung des Wassers, für Leer als touristische Hafenstadt, aber auch für Leer als bedeutenden maritimen Wirtschaftsstandort.

Das „Backsteinrot“ spiegelt den für Leer prägenden Baustil wieder und das Grün die unverkennbare Natur in und um Leer herum.

Aber auch die Formwahl der in sich verschränkten, sich drehenden Kreise haben eine wesentliche und vielseitige Bedeutung: So stehen sie einerseits für sich drehende Karussells auf dem Gallimarkt, andererseits für ein eng verbundenes, unzertrennliches Miteinander in der Stadt, aber auch für eine zukunftsorientierte Dynamik.

Mich würde interessieren, wie andere Leeraner über das Gallimarkt-Logo 2008 denken. Um Kommentare wird somit gebeten…