Zwischen Hochglanz und Einheitsbrei: Wenn die KI zum Flohmarkt lädt

 

Wer heute durch die Nachbarschaft spaziert, sieht sie überall: Plakate für den nächsten Garagenflohmarkt, die aussehen, als kämen sie direkt aus einer New Yorker Designagentur. Vorbei sind die Zeiten von klobiger Comic Sans und verpixelten ClipArts aus Word 95. Dank Tools wie Canva, Midjourney oder Adobe Firefly kann heute jeder per Knopfdruck „Profi-Design“ erstellen.

Doch wer genauer hinsieht, bemerkt schnell: Wir stecken knietief im KI-Retorten-Look.

Der „Teddybär-Faktor“: Warum alles gleich aussieht

Es ist paradox. Die KI hat Zugriff auf das gesamte visuelle Wissen der Menschheit, und doch entscheidet sie sich beim Stichwort „Flohmarkt“ fast immer für das gleiche Ensemble:

  • Der obligatorische, leicht zerzauste Teddybär.
  • Eine nostalgische Emaille-Kanne.
  • Ein Stapel alter Bücher in sepiafarbenem Licht.

Diese Bilder sind technisch perfekt – die Ausleuchtung stimmt, die Schärfentiefe ist brillant. Aber sie sind eben auch klinisch rein. Es fehlt der Schmutz, der echte Charakter eines Wühltisches und vor allem die Individualität.

Das Typografie-Dilemma

Früher war das Word-Plakat der Inbegriff des Amateurs: schwarzer Text auf weißem Grund, vielleicht ein bunter Rahmen. Man sah sofort: Hier verkauft jemand privat seinen Kellerinhalt. Das war authentisch.

Heute liefert die KI perfekt gesetzte, aber oft seelenlose Typografie. Die Schriften sind harmonisch ausgewählt, aber sie „sprechen“ nicht mit dem Inhalt. Oft schleichen sich zudem noch die typischen KI-Fehler ein: Buchstaben, die ineinanderfließen, oder eine Anordnung, die jegliche Hierarchie (Was? Wann? Wo?) vermissen lässt.

Der verwaiste Grafiker: Brauchen wir noch Profis?

Hier spannt sich der Bogen zum Berufsstand des Grafikers oder Mediengestalters. Früher war klar: Für den privaten Flohmarkt setzt man sich selbst an den Rechner, für das Stadtfest engagiert man den Profi. Durch die KI fällt die Einstiegshürde weg. Das Ergebnis ist „gut genug“, aber es fehlt die künstlerische Kuration.


These: Wann endet der Look aus der Retorte?

Wann ist es so weit, dass KI-Plakate wirklich wie von Hand gestaltet wirken?

  1. Vom Prompt zum Kuratieren: Der Look verschwindet erst, wenn Nutzer lernen, Klischees aktiv abzulehnen.
  2. KI-Modelle mit „Stil-Bewusstsein“: Die nächste Generation wird verstehen, dass „perfekt“ oft „langweilig“ bedeutet.
  3. Die Sättigungsgrenze: Sobald wir uns am KI-Einheitsbrei sattgesehen haben, wird das „Handgemachte“ zum neuen Luxusgut.

Fazit: Die KI hat das ästhetische Grundniveau massiv angehoben. Doch bis sie die Seele eines echten Grafikers ersetzt, bleibt uns ein Wald aus identischen Teddybären erhalten.

Was meint ihr? Nervt euch der perfekt gebügelte KI-Look schon? Schreibt es in die Kommentare!

1976 bis 2026 – Fünfzig Jahre Apple

Vom Garagencomputer zum Kultobjekt – 50 Jahre Apple

Wenn heute jemand sein Smartphone aus der Tasche zieht, steckt darin ein Stück Technikgeschichte. Eine Geschichte, die 1976 in einer Garage begann – mit zwei Bastlern, ein paar Platinen und einer Vision. Zum 50-jährigen Jubiläum von Apple Inc. widmet das Oldenburger Computer-Museum dem Unternehmen eine neue Sonderausstellung:

„50 Jahre Apple – Vom Garagenprojekt zur
globalen Kult(ur)marke“
.

Die Ausstellung wird am 4. April 2026 ab 16 Uhr im Museum am Bahnhofsplatz in Oldenburg eröffnet und lädt Besucher dazu ein, eine der spannendsten Firmengeschichten der Digitalwelt neu zu entdecken – mit vielen Geräten, die nicht nur hinter Glas stehen, sondern tatsächlich ausprobiert werden können!

Zwei Freunde, eine Garage und ein Computer

Die Anfänge von Apple gehören längst zur Technik-Mythologie. Steve Jobs und Steve Wozniak bauten 1976 den Apple I – einen Computer, der nicht für Großunternehmen gedacht war, sondern für Menschen, die zuhause programmieren und experimentieren wollten. Mit dem Apple II begann wenig später der erste große Erfolg. Der Rechner fand seinen Weg in Schulen, Büros und Wohnzimmer und machte Apple zu einem wichtigen Namen in der jungen Computerbranche. Doch Innovation hat ihren Preis.

Visionen, Flops und ein Rauswurf

In den 1980er-Jahren entwickelte Apple Technologien, die ihrer Zeit voraus waren. Der Apple Lisa und später der Macintosh brachten grafische Benutzeroberflächen und eine Computermaus in die Welt der Personal Computer. Technisch revolutionär – wirtschaftlich zunächst schwierig. Interne Machtkämpfe führten 1985 sogar dazu, dass Steve Jobs sein eigenes Unternehmen verlassen musste. Apple verlor in den folgenden Jahren Marktanteile und kämpfte mit einer unübersichtlichen Produktpalette. Viele Beobachter hielten das Unternehmen damals für ein Auslaufmodell.

Das spektakuläre Comeback

Die Rückkehr von Steve Jobs im Jahr 1997 markierte einen Wendepunkt. Mit dem transparenten iMac brachte Apple wieder Farbe – im wahrsten Sinne – in die Computerwelt. Danach folgte eine Reihe von Produkten, die ganze Branchen verändern sollten:

  • iPod, der die Musikindustrie digitalisierte
  • iTunes Store, der Musikverkauf neu definierte
  • iPhone, das Smartphones zum globalen Standard machte
  • iPad, das Tablets populär machte

Heute wird Apple von Tim Cook geführt und gehört zu den wertvollsten Technologieunternehmen der Welt.

Technikgeschichte zum Anfassen

Genau diese Höhen und Tiefen zeigt die Ausstellung im Oldenburger Computer-Museum.
Besucher können dort historische Geräte nicht nur ansehen, sondern selbst bedienen – vom frühen Heimcomputer bis zu ikonischen Apple-Produkten. Besonders spannend sind die szenischen Nachbildungen wichtiger Momente der Firmengeschichte, die zeigen, wie eng Technik, Design und Kultur miteinander verbunden sind.

Ausstellungseröffnung

Samstag, 4. April 2026
ab 16:00 Uhr
Oldenburger Computer-Museum
Bahnhofsplatz 10, Oldenburg

Das Programm umfasst:

  • Begrüßung durch das Museum
  • Grußworte aus Politik und Gesellschaft
  • Impulsvortrag der Journalistin Charlotte Erdmann
  • Kurzführungen durch die Ausstellung

Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Stimmen aus der Apple-Geschichte

„Innovation distinguishes between a leader and a follower.“

– Steve Jobs

„Never trust a computer you can’t lift.“

– Steve Wozniak

„The best products empower people.“

– Tim Cook

Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, dass Apples Geschichte nie nur eine Erfolgsgeschichte war. Sie ist geprägt von mutigen Ideen, spektakulären Fehlschlägen und überraschenden Comebacks. Genau diese Mischung hat aus einer kleinen Garagenfirma eine der prägendsten Marken der digitalen Welt gemacht.

 

Winter in Ostfriesland

Frostiger Himmel mit Blick zum Rheiderland

Glasklare Nächte und eisiger Frost. Dazu regelmäßig mehr Schnee, als wir uns wünschen – zumindest als Erwachsene. Als Kinder hätten wir jetzt schon mehrfach schulfrei gehabt und wären mit triefender Nase und „verklömten“ Fingern nach einem langen Tag von der Eisbahn nach Hause gekommen. Bleibt nur zu hoffen, dass meine Kinder das ähnlich erleben.

Meine sind eher so hybrid. Halb Sofa-, halb Draußen-Kinder. Das ist ja immer noch besser, als zu 100 % Sofa.

Zwischendurch geht es auch mal zum Geocaching oder in den Wald. Also: „Draußen“ ist nicht ganz unbekannt. Es ist aber noch immer deutlich Luft nach oben. Ich kann auf jeden Fall unterschreiben: Hätte ich die Medienauswahl als Kind oder Jugendlicher gehabt, wäre ich nie oder kaum nach draußen gekommen. Erst recht, weil mich Technik schon immer fasziniert hat.

Jetzt zähle ich zu den nervigen Eltern. Zu den alten Säcken. Und hoffe, meinen Draht nicht zu verlieren. Dranzubleiben – beim Verständnis für Technik und ihre Entwicklungen, aber auch beim Verständnis dafür, was in so einem Kinderkopf vor sich geht. Letzteres ist wohl die deutlich schwierigere Disziplin – aber nicht unmöglich. Jede Generation hat dieses Problem, und in jeder werden diese Dinge immer etwas anders, etwas neuer oder moderner gelöst. Und trotzdem bleibt eine gewisse Differenz. Vielleicht wird diese von mal zu mal etwas kleiner, aber ganz wird man sich sicher nicht annähern.

Wenn es im Bürotalk um die verschiedenen Generationen geht und deren jeweiligen Macken, und die Klischees dazu, muss ich immer erst kurz überlegen zu welcher ich gehöre. Laut Definition bin ich Gen X, also jemand im Geburtsjahrgang von 1965 bis 1980. Aber ich verkaufe mich dann auch gerne als Boomer. Weil alleine der „Talk“ mit jemand aus der Gen Z oder Gen Alpha sich anfühlt als wäre man aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts. Sicher hat es das auch schon immer gegeben, mich würde es aber interessieren, ob es sich für die „Alten“ damals auch so angefühlt hat.

In diesem Sinne genieße ich diesen Winter noch etwas und versuche noch möglichst viel meiner Weisheit an die Jungen weiter zu geben. Auch wenn die diese gar nicht hören wollen! Is so, Digga!

Wie war’s auf dem Pixxen?

Ich sag’s mal so: Ich bin Boomer, ich darf das – MEGA!

Eigentlich war der Abend ganz anders geplant. Meine mittlere Tochter wollte unbedingt mit, sie hätte sogar für nur einen Euro ein Ticket bekommen. Leider kam kurzfristig etwas dazwischen. Also bin ich schließlich mit meiner ältesten Tochter losgezogen – und was soll ich sagen: Wir sind mitten im kleinen Dorf Neukamperfehn in eine Festivallandschaft eingetaucht, die sich wirklich nicht vor den „Großen“ verstecken muss.

Überall gab es Buden, die für das leibliche Wohl sorgten – von Snacks bis hin zu Erfrischungen war alles dabei. Und klar: die legendären Sofas, die man schon aus dem Vorbericht kennt, durften natürlich nicht fehlen. Sie wurden genauso fleißig genutzt wie der Pool, der mitten auf dem Gelände für Abkühlung sorgte.

Das Festival bot zwei Bühnen: eine kleine, die stilecht auf einem alten Feuerwehrauto montiert war – dort startete das Warm-up. Danach verlagerte sich das Geschehen auf die große Hauptbühne. Dort eröffneten Inhale The Void das Programm und legten direkt ordentlich vor.

Was mich besonders begeistert hat, war die Stimmung. Auf dem Gelände mischte sich alles: Metalheads, Rocker, Familien, Kinder – eine bunte Truppe, die einfach gemeinsam feierte. Kein Gedränge, kein Stress, nur gute Laune.

Fazit: Es war ein großartiger Abend, und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Ausgabe. Neukamperfehn hat gezeigt, dass Festival nicht unbedingt Mainstream heißen muss – manchmal ist es gerade im Kleinen richtig groß.

Sagen, Märchen und Legenden: Ostfriesland im Podcast „Friesenzeit“

ALogo vom Podcast Friesenzeituch wenn ich mich selbst als technikaffin und ein wenig nerdig bezeichnen würde, habe ich doch eine große Schwäche für das Traditionelle. Dazu gehören für mich vor allem Geschichten aus meiner Heimat, aus Ostfriesland. Eine wunderbare Kombination aus Geschichte und Region habe ich im Podcast „Friesenzeit“ entdeckt.

Nun muss ich allerdings zugeben: Jürgen, der Kopf hinter diesem Podcast, ist mir schon lange bekannt – noch bevor es überhaupt den Feed gab. Mit viel Liebe zum Detail erzählt er in jeder Folge eine Geschichte, Legende, Sage oder ein Märchen, das mit Ostfriesland – oder besser gesagt mit Friesland insgesamt – verbunden ist. Professionell eingesprochen und mit seiner angenehmen Stimme versehen, entsteht so ein spannendes Hörerlebnis, dem man gerne aufmerksam folgt.

Für mich ist „Friesenzeit“ deshalb ein echtes Fundstück. Ich freue mich über die vielen tollen Folgen, die Jürgen bereits produziert hat, und bin natürlich gespannt, welche Geschichten uns noch erwarten.

Link vom Feed:www.nakieken.de/feed/mp3
Link zum Urheber: www.nakieken.de

Pixxen Festival – das Herz von Ostfriesland rockt

Plakat vom Pixxen Festival in NeukamperfehnWer einmal beim Pixxen Festival in Neukamperfehn war, weiß: Das ist kein normales Festival – das ist Familie. Am 23. August 2025 steigt die Jubiläumsausgabe zum 15. Mal und bringt wieder rund 20 Bands auf die Bühne. Von Rock über Ska bis HipHop – hier ist alles dabei, was live richtig Bock macht.

Was Pixxen so besonders macht? Die Stimmung! Statt teuren Tickets gibt’s faire 15 €, Kinder zahlen fast nix – und überall sieht man lachende Gesichter von jung bis alt. Zwischen Sofas auf der Wiese, einem Pool mitten im Gelände und richtig guter Musik fühlt es sich eher nach einem großen Freundeskreis an als nach Massen-Event.

Und das Beste: Alles läuft ehrenamtlich – und die Einnahmen gehen an den guten Zweck. Über 79.500 € sind so schon zusammengekommen, vor allem für die Herzkinder OstFriesland e.V.. Feiern, Spaß haben und gleichzeitig Gutes tun – geht also doch.

Mein Tipp: Wer Festivals liebt, aber auf überfüllte Mega-Arenen keine Lust hat, sollte sich Pixxen unbedingt merken. Und wer aus der Nachbarschaft kommt sollte sowieso anwesend sein.

Web: pixxen.de | Instagram: pixxen.de

Lineup:

Band Website / Social Media
Inhale The Void inhalethevoid.com
DNJVN Instagram: @dnjvn
Gute Zeiten Instagram: @gutezeiten24.de
STEELLEEL
Pastor Gerald pastorgerald-band.de
Remote Bondage remotebondage.com
MandelKokainSchnaps mandelkokainschnaps.de
Let Your Memories Go Instagram: @letyourmemoriesgo
Pfrank Instagram: @pfranq
Neva Faded Facebook

Nach dem Festival ist vor dem Festival

Bereits viele Male gab es in Stapelmoor das Festvial „Free For All„. Dieses Jahr kam ich durch Zufall auf das Gelände. Eigentlich als „Flügelmann“ für meine Tochter. Die hatte aber kurzfristig abgesagt. Nach hin und her überlegen bin ich dann doch gefahren. Alleine. Aber schon nach kurzer Zeit hatte ich mehrere Bekannte getroffen. Sagen wir mal so, ich habe ziemlich genau den Altersdurchschnitt (gefühlt) getroffen, somit war die Chance auf Bekannte treffen groß. Egal.

Zum einen muss erwähnt werden, dass ich kein Metalhead bin. Nicht in dem Sinne von Bandshirts und Jeanskutte. Aber es gibt schon eine große Liste Metalsongs in meinen Spotify Evergreens. Die Musik hat also gepasst. Das Gefühl zusätzlich nur ein paar Meter von einer guten Liveband zu stehen war nochmal mehr berauschend. Für den ergänzenden Rausch sorgte dann ein Bier und ein Alster. Wie gesagt, ich bin kein echter Metalhead . Ich habe es mir dann noch kulinarisch gut gehen lassen und so manchen Merch Stand besucht. Für mich auf jeden Fall ein Erlebnis nachdem ich sage: nächstes Jahr wieder!

Hier ein paar Links um sich das Line-Up „nachzuhören“ : EMIL BULLS | Callejon | Oceans Ate Alaska | Pro-Pain | Tenside | Walkways | BLUTHUND | RISING INSANE | King Nugget Gang | Artemisrising |

Hier gibt es auf jeden Fall schon die Tickets für 2026 und Infos zum Lineup: Freeforall-Festival

Im Auftrag der verdammten…

Peaky Blinders!

Vor zwei Jahren hatte ich die Serie bereits komplett durchgesuchtet. Jetzt hatte ich mir kürzlich nochmal eine Folge angeguckt und zack, nochmal das Ganze. Eine tolle Serie, tolle Schauspieler, düstere Optik und eine heftige Geschichte. Dazu noch Premium Darsteller wie Cillian Murphy, Tom Hardy und Helen McCrory. Die Serie werde ich sicher in den nächsten 2 bis 3 Wochen wieder komplett durch haben und dann endet hoffentlich auch der Winter hier. Somit gucke ich die Serie mitten im kalten Winter.

Mitten im kalten Winter
bei klirrend kaltem Wind,
die Erde hart wie Eisen,
das Wasser wie ein Stein,
Schnee war gefallen,
Schnee auf Schnee,

Schnee auf Schnee,
Mitten im kalten Winter
vor langer Zeit.

In the Bleak Midwinter von Christina Rossetti

2025 ohne Barrieren

Screenshot Apple The Greatest Spot Advertising

Screenshot Apple The Greatest Spot Advertising

 

 

Für ca. 20% der Menschen bleibt das Internet unerreicht. Zu viele Barrieren die vom Konsum der Informationen abhalten. 2025 soll es nun für das „Web“ genauere und strengere Richtlinien für die Errichtung von Webseiten geben, um mehr Menschen diese Informationen zugänglich zu machen. Ich hatte mich darüber informiert und bin im Zuge der Recherche auf ein tolles Video gestoßen, dass zwar nicht direkt mit dem eigentlichen Thema Webseiten zu tun hat, aber viele „Disabilitys“ aufgreift und zeigt, wie sehr Technik in vielen Bereichen Menschen helfen kann.

Apple hat den Kurzfilm „The Greatest“ im Dezember 2022 released. Den Spot kann man auf Vimeo gucken, einfach auf das Bild klicken. (Warum das Video bei Youtube entfernt wurde weiß ich leider nicht.) Das iPhone ist beim Thema Barrierefreiheit schon immer seiner Zeit weit voraus und bislang auch vom Mitbewerb unerreicht. Leider ist das Web nicht ansatzweise so weit entwickelt. Geringe bis keine Standards und extreme Gestaltungsvielfalt macht es für eben diese 20% unmöglich die Information zu konsumieren. Es gibt zwar sehr viele Hilfen, sei es Softwarelösungen wie spezielle Browser oder Screenreader oder auch Hardwarehilfen, die den Zugang erleichtern, aber es muss eigentlich anders herum gedacht werden!

I am the greatest.
I said that even before I knew I was

Das Web muss nicht im Nachhinein mit Hilfen lesbar gemacht werden sondern von vornherein einfacher zu lesen sein. Dafür sorgen Richtlinien für barrierefreie Webseiten. Eine davon ist die WCAG die kürzlich zu einem ISO Standard und zu einer EU Norm geworden ist. Ab Juni 2025 muss sich die Wirtschaft an die Standards aus der europäische Norm 301 549 halten. Jetzt muss ich allerdings gestehen, dass mich die vielen Infos hierzu ein wenig überfordert haben. Zu viele „Expertenmeinungen“ und Einschätzungen. Die Norm selber bekommt man irgendwie auch nur mit einer List. Das Thema ist aber aktuell und sollte jeden Webseiten Betreiber wachrütteln. Und der Betreiber ist nicht der Urheber oder die Agentur die irgendwann mal die Webseite aufgesetzt haben. Der Betreiber steht bekanntlich im Impressum und ist natürlich auch der, der haftbar gemacht werden kann.

Ob es wie bei der DSGVO auch Abmahnwellen geben wird ist fraglich, aber man sollte stark davon ausgehen. Noch lässt sich die Barrierefreiheit einer Webseite nicht so gut automatisiert prüfen, aber da wird sicher die KI dem ganzen genügend Schub geben, dass auch wirklich jeder Abmahnanwalt auf seine Kosten kommt. Ich informiere mich da jetzt einfach noch etwas ausführlicher und teile die Infos hier auf dem Blog. Bis bald!

 

Web Content Accessibility Guidelines | Barrierefreiheits­stärkungs­gesetz (BFSG) | Aktion Mensch | Apple „The Greatest“

Pebble reboot

Ein Google News Artikel machte mich heute auf etwas besonderes aufmerksam. Ich wurde auf die Seite von Eric Migicovsky geleitet und hab da erfahren, dass es eine Neuauflage der Pebble Watch geben soll. Ich habe hier auf dem Blog schon mehrfahr berichtet (Ich, als Cyborg). Pebble musste insolvenz anmelden und hat das Knowhow an Fitbit verkauft. Fitbit ist ja bekanntermaßen zu Google migriert. Damit verbunden sind auch wohl ein paar ursprüngliche Pebble Entwickler bei Google gelandet. Eric hat bei Google nett angeklopft und gefragt, ob Google den Source Code vom Pebble OS nicht Opensource machen kann. Und siehe da, der Code ist auf Github gelandet. Das hilft Eric dabei, die Uhr nicht nochmal komplett neu zu erfinden. Er möchte mit einem kleinen Entwicklerteam eine Neuauflage produzieren. Natürlich etwas besser hier und da. Aber das Prinzip soll bleiben. E-Ink Display, damit verbunden eine ewig lange Akku Laufzeit und dazu noch die 3 Tasten, mit denen man das Meisste auf der Uhr steuern konnte. Also back to the roots. Ich hab mich direkt als Interessent gemeldet und werde auch diesmal beim Kickstart Projekt einer der ersten „backer“ sein.

Seit ca. einem Jahr habe ich zwar eine Smartwatch mit WearOS von Google als Betriebssystem. Aber ich kann mich noch sehr gut an den Zauber der Pebble von damals erinnern. Die Feature Liste war bei den Konkurenten bald viel länger, aber keine Uhr hatte so einen „Nerd Faktor“ wie die Pebble. Ich freue mich und hoffe das Artikel wie dieser dazu beitragen, dass es etwas schneller gehen wird, bis die Uhr erscheint.

repebble.com | ericmigi.com | github.com/google/pebble |